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3D Kino Allgemein
Apr 5th, 2009 by admin

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3D-Projektion mittels Polfilter (analog und digital)

Bei diesem System werden mittels zweier Projektoren die beiden Bilder für das linke und rechts Auge gleichzeitig projiziert. Die Bilder für das linke Auge werden dabei von dem einen Projektor wiedergegeben, die Bilder für das rechte Auge vom anderen Projektor. Dabei müssen die Projektoren exakt zueinander ausgerichtet sein, damit ein richtiger 3D-Effekt entstehen kann.

Damit der Zuschauer nun ein dreidimensionales Bild erkennt, sind weitere Einrichtungen nötig. In diesem Falle wird vor jeden Projektor ein so genannter Polarisationsfilter montiert. Das Licht schwingt, wenn es den Projektor verlässt, in alle Richtungen. Der Polfilter bewirkt nun, dass das Licht nur noch in eine Richtung (linear) schwingt (Das kann man sich gut mit einem Lattenzaun und einem Seil vorstellen: In Richtung der Latten lässt sich das Seil zwischen zwei Latten hin- und her schwingen, entgegen der Latten jedoch nicht). Damit dieses polarisierte Licht nun nicht wieder von der Leinwand zerstreut wird, muss diese speziell metallisch beschichtet sein um eine gerichtete Reflektion zu ermöglichen. Mit den speziellen „Polarisationsbrillen“, welche die gleichen Filter wie der Projektor besitzt, wird jedem Auge nur das vorgesehen Bild zugänglich gemacht. Das heißt das linke Auge sieht nur das linke Bild (das rechte ist gesperrt) und das rechte Auge sieht nur das rechte Bild (und das linke ist gesperrt). Diesen Effekt kann man übrigens mit zwei Brillen sichtbar machen: Hält man einen Filter des rechten Auges vor einen Filter des linken Auge, kann man nicht mehr durchsehen (das gleiche funktioniert natürlich auch wenn einen Filter des rechten Auges nimmt und einen weiteren des rechten Auges um 90º verdreht davor hält).

Dazu sind die Polfilter in der Brille und am Projektor jeweils um 90º zueinander verdreht (ein Bild wird mit horizontal schwingendem Licht, das andere mit vertikal schwingendem Licht projiziert).

Vorteile dieses Systems sind die günstigen Filter für den Projektor und kostengünstige, einfach in der Handhabung und angenehm zu tragende 3D-Brillen. Dadurch, dass zwei Projektoren zum Einsatz kommen, sind die Bilder heller als bei Projektionen mit nur einem Projektor.

Nachteilig ist jedoch, dass jeweils zwei Projektoren nötig sind und die aufwändige Leinwand, welche es durch die gerichtete Reflektion nötig macht, dass man möglichst mittig vor der Leinwand sitzen sollte, weil das Bild bei einem Blickwinkel von etwa 20º und mehr das Bild nur etwa halb so hell ist als bei frontaler Betrachtung. Zudem schlucken die Filter ca. 1,5 Blendstufen, was wiederum starke Projektionskolben nötig macht.

Geschrieben von T. Hofmann

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